Neue Informationen

zum Thema häusliches Arbeitszimmer

Unter Bezugnahme auf das BMF-Schreiben vom 6.10.2009, IV A 3 – S 0623/09/10001, DStR 2009 S. 2102 können die Steuerpflichtigen, deren häusliches Arbeitszimmer seit 2007 nicht mehr anerkannt wird,
- innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Einkommensteuerbescheides
- Einspruch einlegen und
- Antrag auf Aussetzung der Vollziehung stellen, wenn
- ein häusliches Arbeitszimmer besteht, für das bis einschließlich 2006 Aufwendungen bis höchstens € 1.250 geltend gemacht werden konnten und
- das nach der derzeitigen Rechtslage nicht mehr anerkannt wird.
Gemeint sind die Arbeitszimmer,
- die in der Wohnung liegen (häuslich)
- deren berufliche oder betriebliche Nutzung mehr als 50 % der gesamten betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit beträgt o d e r
- wenn für die berufliche oder betriebliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht.
Antrag auf Aussetzung der Vollziehung bedeutet, dass Steuern, die auf die betreffenden Aufwendungen entfallen, bis zur Klärung der Verfassungsmäßigkeit der Neuregelung zur Abziehbarkeit der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer vorläufig nicht zu zahlen sind. Bevor man neben dem Einspruch auch Antrag auf Aussetzung der Vollziehung stellt, ist abzuwägen, ob man bereit ist bei Bestätigung des Abzugsverbotes durch das Bundesverfassungsgericht eine Steuernachzahlung ggf. zuzüglich Zínsen in Kauf zu nehmen. Stellt man den Antrag nicht, legt nur Einspruch ein, erhält man bei Nichtbestätigung des Abzugsverbotes eine Steuererstattung zuzüglich Guthabenszinsen. Dass die Finanzverwaltung jetzt Aussetzung der Vollziehung gewährt, spricht dafür, dass auch sie die Verfassungsmäßigkeit des Abzugsverbotes anzweifelt.


Zum Seitenanfang
Die Website dtkv.net kann für Ihren Komfort Cookies verwenden. Sind Sie damit einverstanden?
Ich möchte weitere Informationen. Ja, ich bin damit 30 Tage einverstanden. Bitte keine Cookies verwenden.