Foto: Wolfgang Silveri/MH StuttgartArbeitsgruppe Honorarstandards eingerichtet

Die diesjährige Mitgliederversammlung des Tonkünstlerverbandes Baden-Württemberg fand am 2. Juli im Senatssaal der Stuttgarter Musikhochschule statt. Neben den 6 Mitgliedern des Vorstands waren weitere 13 stimmberechtigte Mitglieder anwesend. Die Formalien konnten rasch abgearbeitet werden und die Berichte der Vorstandsmitglieder lagen schriftlich vor. Vorstand und Geschäftsführung wurden – bei acht Enthaltungen – entlastet.

Der Bericht der beiden Kassenprüfer (Günther Stoll und Harald Gerber) bescheinigte eine korrekte Buchführung und eine sparsame Mittelverwendung. Zu Kassenprüfern für den Abschluss 2016 wurden Antonina Preuß und Günther Stoll gewählt.
Bei der Wahl der Delegierten für die Bundesdelegiertenversammlung des Deutschen Tonkünstlerverbandes in Potsdam (29./30.4.2017) wurden Meryem Akdenizli, Antonina Preuß und Dr. Patrick Tröster gewählt.
Die vom Vorstand vorgelegten Ausführungsbestimmungen zur Beitragsordnung wurden nach Diskussion beschlossen.

Der geringe Besuch der Mitglieder bei der Versammlung mag vielleicht ein Zeichen des Einverständnisses mit der Arbeit von Vorstand und Geschäftsführung sein; wünschenswert allerdings wäre eine größere Beteiligung schon deshalb, weil das gegenseitige Kennenlernen und die Bildung von Netzwerken eine Chance böten, die Rahmenbedingungen unseres Berufsstandes nachhaltig zu verbessern.

Arbeitsgruppe Honorarstandards
Insbesondere die Einrichtung der Arbeitsgruppe Honorarstandards könnte einen Prozess einleiten, bei dem am Ende verbindliche Honorarempfehlungen für musikalische Gelegenheitsgeschäfte und Musikunterricht stehen. Oft ist es so, dass professionelle Musiker und Musikerinnen, die in Festanstellungen wirtschaftlich abgesichert sind, ihre Dienste zu Dumpingpreisen anbieten und damit den Markt für die Freiberufler schädigen. Hier sollte ein Bewusstsein geschaffen werden, damit das nicht geschieht. Wer als wirtschaftlich durch Festanstellung abgesicherter Musiker oder Musiklehrer das geforderte Honorar nicht benötigt, könnte es z. B. an den Pädagogischen Förderkreis des Tonkünstlerverbandes spenden, der damit Projekte fördert, die Kindern und Jugendlichen zu Gute kommen. Im Sinne der „art but fair“ Selbstverpflichtungen, denen sich der Tonkünstlerverband Baden-Württemberg angeschlossen hat,  ist auch die zu geringe Honorarforderung ein Verstoß gegen die Fairness.

Interessenten, die in der Arbeitsgruppe mitwirken möchten, können sich an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (Vorstandsmitglied) wenden.

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