Länderkonferenz des DTKV im Schloss Colditz

Friederike Leithner (li) und Reinhard ArdeltColditz - Die diesjährige Länderkonferenz des Deutschen Tonkünstlerverbandes, bei der sich die Vorsitzenden und die Geschäftsführer satzungsgemäß treffen, fand am 5. Oktober in der Sächsischen Landesmusikakademie im Schloss Colditz statt. Dreizehn Bundesländer waren vertreten. Eingeladen hatte der Landesverband Sachsen, dessen Vorsitzende Stefanie Dathe und dessen Geschäftsführer Christian Scheibler die Veranstaltung nebst Rahmenprogramm vorbildlich organisiert hatten.

 

Turnusgemäß fanden die Neuwahlen des/der Ländersprecher/in statt, nachdem eine Wiederwahl der bisherigen Amtsinhaberinnen Friederike Haufe (Hamburg) und Almut Auerswald (Thüringen) nicht mehr möglich war. Zur neuen Sprecherin der Länderkonferenz wurde Friederike Leithner (Niedersachsen), zu ihrem Vertreter wurde Reinhard Ardelt (Saar) gewählt.

Themen im Bericht aus Baden-Württemberg waren insbesondere die Kürzungspläne der grün-roten Landesregierung im Bereich der Musikhochschulen, die geplante Streichung von Lehrerstellen und der allgemeine Kulturabbau in unserem Bundesland (z.B. Orchesterfusion Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR und SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg).

Als große Erfolge konnten die beiden vom Deutschen Tonkünstlerverband gestarteten erfolgreichen Petitionen (Petition zur Abwendung der Mehrwertsteuer auf Unterrichtsleistungen und die Petition für den Erhalt und die Sicherung der Künstlersozialkasse) verbucht werden.

Die geplante Mitgliederumfrage, bei der der Bundesverband DTKV alle Mitglieder in allen Bundesländern zur beruflichen, finanziellen und sozialen Situation befragen möchte, ist vorbereitet und soll noch in diesem Jahr durchgeführt werden. Mit Befremden wurde hier die Haltung von Nordrhein-Westfalen aufgenommen, dem Bundesverband die Mitgliederadressen nicht zur Verfügung stellen zu wollen. Eine Durchführung der Umfrage in eigener Regie des nordrhein-westfälischen Landesverbandes ist - zumindest online - technisch nicht möglich. Um erfolgreich arbeiten zu können, muss der Bundesverband auf die Mitgliederdaten aller Mitglieder zugreifen können. Das ist seit vielen Jahren bekannt und für die Umsetzung dieses Erfordernisses besteht der breite Konsens der Länder. Viele Bundesländer haben die dafür eventuell erforderlichen Satzungsänderungen längst durchgeführt.

Ein weiterer Diskussionspunkt war ein jüngst wegen Teilnehmermangels abgesagtes Seminar zur Gewinnung neuer Mitglieder. Auf Unverständnis stießen die Äußerungen aus Brandenburg, nicht an der Konzeption und inhaltlichen Ausrichtung des Seminars beteiligt worden zu sein. Das Seminar war aus den Kreisen mitgliederschwacher Landesverbände mehrfach gefordert worden. Anmeldungen aus gerade diesen Ländern (außer Thüringen) waren jedoch nicht zu verzeichnen.

Die nächste Länderkonferenz wird am 8. November 2014 vom Tonkünstlerverband Baden-Württemberg ausgerichtet werden.

Zum Seitenanfang
Die Website dtkv.net kann für Ihren Komfort Cookies verwenden. Sind Sie damit einverstanden?
Ich möchte weitere Informationen. Ja, ich bin damit 30 Tage einverstanden. Bitte keine Cookies verwenden.