Gesamtverträge zwischen der GEMA und dem Deutschen Tonkünstlerverband

Passau - Elisabeth Herzog-Schaffner - Deutschland verabschiedete 1901 ein Gesetz, das die Aufführungsrechte von Komponisten regelte. Auf dieser Rechtsbasis gründeten bekannte Komponisten wie Richard Strauss und Gustav Mahler 1903 einen Berufsverband und eine Verwertungsgesellschaft. Beide Institutionen sind die Vorläufer der heutigen GEMA.
Das Ziel hat sich in mittlerweile über 100 Jahren nicht geändert: Nach wie vor geht es darum, das geistige Eigentum der Musikschaffenden zu schützen und sie für ihre Leistung zu entlohnen. Denn kein Komponist, Textdichter oder Verleger kann selbst in ausreichendem Maß überprüfen, wo, wann, wie oft und wie lange sein Titel gespielt wird. Zudem kann sich der Einzelne nicht darum kümmern, dass er die Entlohnung für seine Leistung auch tatsächlich erhält. Diese Aufgabe nimmt in Deutschland die GEMA wahr. Als wirtschaftlicher Verein kraft staatlicher Verleihung vertritt sie mehr als 64.000 Mitglieder – Komponisten, Textdichter, Verleger – und über eine Million ausländische Berechtigte.

GEMA-Petition an den Deutschen Bundestag:

Die GEMA nimmt die Urheber- und Leistungsschutzrechte der Komponisten und Musiker in Deutschland wahr. Sie vertritt deren Interessen gegen eine widerrechtliche Nutzung und auf eine angemessene Vergütung. In diesem Bemühen wird sie vom Deutschen Tonkünstlerverband (DTKV), der größten berufsständischen Vertretung von Komponisten und Interpreten in Deutschland, unterstützt.

Das Präsidium des DTKV sieht sich deshalb nicht in der Lage, ohne vorherige Überprüfung eine generelle Petition an den Deutschen Bundestag, die die Form der Rechtewahrnehmung durch die GEMA in Frage stellt, zu unterstützen. In Wahrnehmung der Rechte, insbesondere bei der Berechnung und Erhebung von Entgelten kommt es immer wieder zu Schwierigkeiten und problematischen Ergebnissen, die einer Überprüfung bedürfen und gegebenenfalls auch Änderungen sinnvoll und notwendig erscheinen lassen. Um diese Probleme gezielt anzugehen und Wege zur Abhilfe zu überlegen, bedarf es zunächst einer Bestandsaufnahme der Unzuträglichkeiten.

Die Landes- und Regionalverbändeverbände werden deshalb gebeten, die in ihrem Bereich aufgetretenen Schwierigkeiten mit der GEMA zu ermitteln, detailliert aufzulisten und der Geschäftsstelle des DTKV mitzuteilen.

Reformbedarf bei der GEMA ist vorhanden und hier soll gezielt verhandelt werden.

GEMA Gebührenerhöhung:

Es wird darauf hingewiesen, dass die derzeit heftig angegriffene Gebührenerhöhung der GEMA die Rahmenvereinbarung des DTKV mit der GEMA und die unsere Mitglieder betreffenden Vergütungssätze E (für Konzerte der ernsten Musik) und E-P (für Konzerte der ernsten Musik, die ausschließlich pädagogischen Zwecken dienen) nicht berühren, sondern diese unverändert weiter gelten. Schülerkonzerte, Lehrerkonzerte, Konzerte der Regionalverbände, Preisträgerkonzerte, etc., erfahren keine Gebührenerhöhung. Generell gibt es im Bereich der sogenannten ernsten Musik überhaupt keine Änderung, unabhängig von der Art des Veranstalters.

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