Berlin, 24. Nov. 2021 - red.- Die Versicherten der KSK werden auch im Jahr 2022 ihren Kranken- und Pflegeversicherungsschutz nicht verlieren, wenn sie mehr als 450 Euro im Monat (5.400 Euro/Jahr) aus einer nicht künstlerischen / nicht publizistischen selbständigen Tätigkeit verdienen. Das Gesetz gilt ab 24. Nov. 2021. Informationen dazu hier.

Weitere Informationen der KSK finden Sie hier.

Der Abgabesatz zur Künstlersozialversicherung beträgt im Jahr 2022 unverändert 4,2 Prozent.

Berlin - red.- Seit mehreren Wochen fordert der Deutsche Tonkünstlerverband im Schulterschluss mit verschiedenen Kulturverbänden (DMR, Allianz der freien Künste) eine Anpassung der Zuverdienstgrenze. Nun soll diese Grenze für in der KSK-Versicherte mit einem Nebenjob aus freiberuflicher nichtkünstlerischer Arbeit mit einer Ausnahmeregelung bis zum Jahresende 2021 von € 450 im Monat auf € 1.300 im Monat angehoben werden, verkündetete Arbeitsminister Hubertus Heil. Bis zu diesem Beitrag soll der Kranken- und Pflegeversicherungsschutz über die KSK bestehen bleiben. Spiegel.de

Bund erhöht Mittel für Künstlersozialversicherung

Berlin - red.- Der Gesetzgeber entlastet die Künstlersozialversicherung zusätzlich zum Bundeszuschuss um weitere 32,5 Millionen Euro. Dies hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am 26. November 2020 beschlossen. Die Bundesmittel dienen der Entlastung der Künstlersozialversicherung. Durch die zusätzlichen Bundesmittel kann auch im nächsten Jahr der Abgabesatz zur Künstlersozialkasse weiter stabil bei 4,2% gehalten werden.

Damit das Ganze nicht schon an den Formalien scheitert

Berlin, 05.06.2017 – Ines Stricker –  Sie haben einen ablehnenden Bescheid der Künstlersozialkasse (KSK) erhalten. Vielleicht geht es ja um das (Nicht-)Erreichen der Mindesteinkommensgrenze, Ihre Anerkennung als freiberuflich Tätige/-r oder um die Anpassung Ihrer Beiträge. Sie wollen Widerspruch einlegen? Damit Aufwand und Mühe nicht von vornherein unnötig sind, sollten Sie ein paar Regeln beachten.

Bei der Einkommensmeldung an die KSK ist Sorgfalt geboten

Für manche Versicherte eine unschöne Überraschung — im Briefkasten liegt das Schreiben der Künstlersozialkasse mit der Aufforderung, die Einkommensteuerbescheide der letzten vier Jahre einreichen. Hintergrund: Die Künstlersozialkasse führt stichprobenartige Überprüfungen des Einkommens von Versicherten durch.

Wer über die Künstlersozialkasse (KSK) versichert ist, kennt das Prozedere. Jedes Jahr im September verschickt die KSK Anschreiben, in denen die Versicherten aufgefordert werden, ihr voraussichtliches Einkommen für das Folgejahr anzugeben. Die Einkommensschätzung muss jeweils bis 1. Dezember per Post oder Online-Meldung erfolgt sein.

Das Einkommen korrekt ermitteln
Das dabei anzugebende Einkommen errechnet sich nach den erwarteten Einnahmen aus selbständiger künstlerischer oder publizistischer Tätigkeit minus den erwarteten Ausgaben im Rahmen dieser Tätigkeit. Welche Einnahmen und Ausgaben dabei zu berücksichtigen sind, wird im Anschreiben bzw. auf der Homepage der Künstlersozialkasse erläutert.

Da freiberuflich tätige Künstler oder künstlerisch Lehrende mit ständig schwankenden Einnahmen und Ausgaben rechnen müssen, kalkuliert die Künstlersozialkasse relativ großzügig Abweichungen des gemeldeten vom tatsächlichen Einkommen nach oben oder unten ein. Dennoch ist bei der Einkommensmeldung Sorgfalt geboten, da die KSK Überprüfungen des Einkommens von Versicherten durchführt. Dann müssen die Steuerbescheide eingereicht werden (s.o.). Weicht das tatsächliche Einkommen erheblich vom gemeldeten ab, z. B. nach oben, ist möglicherweise ein Bußgeld fällig – im Ernstfall bis zu 5.000 Euro.

BerlinInes Stricker - Der Deutsche Tonkünstlerverband e.V. (DTKV) tritt der Forderung hessischer Unternehmer entgegen, der aufgrund der Künstlersozialabgabe anfallende Bürokratieaufwand müsse durch einschneidende Veränderungen verfassungsrechtlich „gesichert“ werden, und stellt richtig: „Die Verfassungsmäßigkeit des Künstlersozialversicherungsgesetzes wurde bereits 1987 durch das Bundesverfassungsgericht bestätigt.“ Den Vorschlag der hessischen Unternehmerverbände, eine bürokratische Entlastung abgabepflichtiger Unternehmen durch rechtlich fragwürdige Praktiken zu erreichen – etwa die Forderung, Künstler sollten die Abgabe selbst abführen – weist der Verband entschieden zurück.

Als Interessenvertreter freiberuflicher Musiker, Komponisten und Musikpädagogen stellt der DTKV vielmehr fest, dass gerade in der Kultur- und Kreativbranche – hauptsächlich verursacht durch die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt – die Zahl der Freiberuflichen in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Der Verband fordert die hessischen Unternehmerverbände daher auf, sich zu ihren Anteil an der sozialen Sicherung freiberuflicher Kreativer zu bekennen, anstatt die Verantwortung an die Künstler oder die öffentliche Hand auszulagern.

Aber der Künstlersozialabgabesatz sinkt 2017 auf 4,8 Prozent

Die gute Botschaft verkündete Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles gleich zu Beginn ihrer Rede in der „Zukunftswerkstatt Künstlersozialversicherung“: Das 2014 in Kraft getretene Gesetz zur Stabilisierung des Künstlersozialabgabesatzes, durch das die Prüfung der Unternehmen auf Künstlersozialabgabepflicht erheblich ausgeweitet wurde, hat im vergangenen Jahr Mehreinnahmen von rund 30 Millionen Euro erbracht. In der Folge sinkt die Künstlersozialabgabe für das Jahr 2017 von bisher 5,2 auf 4,8 Prozent.

 IMG 6042 Die Verordnung ist mittlerweile in Kraft getreten. Doch auch wenn die seit Jahrzehnten fragwürdige
  Abgabegerechtigkeit nun zumindest größtenteils umgesetzt ist und Früchte trägt– Anlass zum Jubeln
  bot das Programm der Zukunftswerkstatt Mitte Juni in der Bildhauerwerkstatt des Berufsverbandes
  Bildender Künstler in Berlin keineswegs: Auf der Agenda standen die Herausforderungen, die ein
  zunehmend globalisierter und digitalisierter Markt an die Künstlersozialversicherung und ihr 
  Finanzierungsmodell stellt.
  „Die Kultur- und Kreativwirtschaft und der digitale Wandel“, „Hybride Erwerbsbiografien im
  Kulturbetrieb“, „Der digitale Wandel in der Musik- und Verlagsbranche“: Spätestens bei der Lektüre des
  Programms war klar, dass die dicht gestrickte Tagesordnung der Zukunftswerkstatt keinen Platz für
  eine Erörterung der Themenfelder lassen würde, die der DTKV im Vorfeld angeregt hatte: vor allem die
  Frage nach einer Finanzierung für Fortbildungs- und Anpassungsqualifizierungsmaßnahmen, die gerade in
  der Kulturbranche von großem Nutzen für alle Beteiligten wären.
 

Selbst wenn es manchem unlogisch erscheinen mag — auch wer lediglich die Unterrichtsräume an Musikpädagogen vermietet, kann abgabepflichtig im Sinn des Künstlersozialversicherungsgesetzes (KSVG) sein. Hintergrund: Die Organisationsstruktur einer Musikschule dient der Förderung der musikalischen Bildung, die Künstlersozialkasse stellt in einem solchen Fall Abgabepflicht „dem Grunde nach“ fest.

Bundesrat äußert Bedenken - Bundesregierung weist Vorwürfe zurück - der DTKV nimmt dazu Stellung

BerlinInes Stricker – Nachdem der Gesetzesentwurf zur Stabilisierung des Künstlersozialabgabesatzes (Künstlersozialabgabestabilisierungsgesetz – KSAStabG) im Bundestag in erster Lesung überwiegend positiv aufgenommen worden war, hat der Bundesrat nun in einer Stellungnahme Bedenken angemeldet. Dabei verweist er ausdrücklich auf die bekannten, mittlerweile jedoch größtenteils widerlegten Einwände, die bereits im Juni 2013 zum Scheitern eines entsprechenden Passus im Bundesunfallkassen-Neuordnungsgesetz (BUK-NOG) geführt hatten.

Der DTKV nimmt Stellung zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stabilisierung der KSK

Berlinred. - Seit 10. April 2014 liegt den Verbänden der Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stabilisierung der Künstlersozialkasse (KSK) aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales vor, der im Wesentlichen den Forderungen des DTKV und seiner Petition entspricht. Der DTKV vertritt sowohl die in der KSK Versicherten Mitglieder als auch die KSK-abgabepflichtigen freien/Privaten Musikschulen im DTKV. Mit diesem Hintergrund hat der DTKV zum Referentenentwurf Stellung bezogen.

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