Ausgleichsvereinigung KSK der Tonkünstlerverbände sowie freier und privater Musikschulen

Joachim Zacher, Sabine Schlüter (KSK), Eckhart Fischer, Willi Mixa (DTKV) - vlnr.Dem Auftrag des Präsidiums des DTKV folgend, die Gründung der AV Musik zügig voranzutreiben, trafen sich Vertreter von Künstlersozialkasse und Tonkünstlerverband zu einem weiteren Gespräch in München.

Hier ging es sowohl um inhaltliche, als auch organisatorische Fragen. Der Prozess der Gründung der "AV Musik", die in ihrer letzten Ausbaustufe die Gesamtheit aller Verwerter im musikalischen Bereich umfassen soll, wird in mehreren Einzelschritten erfolgen. So werden als Gründungsmitglieder zunächst der Bundesverband und die Landesverbände mit Ausnahme von Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, sowie ausgewählte private Musikschulen dabei sein.

Die Gründungsmitglieder werden im ersten Quartal 2009 stichprobenartig überprüft. Vorgeschlagen wurde von der KSK, die Prüfung bei einzelnen Landesverbänden sowie einer Auswahl beitrittswilliger Musikschulen vorzunehmen.

Nach wie vor besteht ein großer Informations- und Klärungsbedarf, welche geänderte Bemessungsgrundlage zur Berechnung der Künstlersozialabgabe dienen kann. Die nun angesetzten Prüfungen sollen hier anwendbare Zahlen liefern: Honorarzahlungen bei Verbänden, Umsatzzahlen, Schüler- und Lehrerzahlen bei Musikschulen können hier Hinweise liefern.

Weitere offenen Fragen betreffen die großen Schwankungen, die bei den Umsätzen in dieser speziellen Ausgleichsvereinigung auftreten: Projekte werden in unregelmäßigen Abständen durchgeführt, der Umsatz einer privaten Musikschule ist schwer vorhersehbar. Hier müssen die ermittelten Ist-Zahlen in die Berechnungsgrundlage einfließen.
Missverständlich ist auch die Verwendung des Begriffes "Pauschalierung". Er meint in diesem Zusammenhang nicht, dass innerhalb der Mitglieder der AV pauschaliert wird, sondern innerhalb jedes Einzelmitglieds. Die Befürchtung, "Kleine" müssten für "Große" mitbezahlen, ist also unbegründet.
Die Bemessungsgrundlage muss eine gerechte und nachvollziehbare Größe sein. Größtmögliche Transparenz muss den Mitgliedern vermitteln, dass sie gegenüber einer Einzeldarstellung ihrer Abgabepflicht nicht benachteiligt sind.
So wird z.B. der Aufwand der Ermittlung der Abgabe durch die AV minimiert. Ebenfalls Zeit erfordernde Prüfungen durch die Deutsche Rentenversicherung werden nicht mehr erfolgen. Und es herrscht Rechtssicherheit, was die Abgabepflicht generell angeht.

Zur Abwicklung der Zahlung der Künstlersozialabgabe wird ein Unternehmen gegründet, das zugleich Vertragspartner der KSK sein wird. Der DTKV wird die Gründung dieses Unternehmens ermöglichen, kann aber hierfür keine Mitgliederbeiträge einsetzen. Deshalb wird - neben der Möglichkeit der KSK, sich an den Verwaltungskosten zu beteiligen - nach einer Anschubfinanzierung gesucht. Der DTKV wird hierzu erforderliche Anträge vorbereiten.

Zum Seitenanfang
Die Website dtkv.net kann für Ihren Komfort Cookies verwenden. Sind Sie damit einverstanden?
Ich möchte weitere Informationen. Ja, ich bin damit 30 Tage einverstanden. Bitte keine Cookies verwenden.