Resolution mit primären Forderungen an die Hochschulleitungen und die politischen Entscheidungsträger niedergelegt

Frankfurt - von Dirk Hewig - Auf Initiative einzelner Lehrbeauftragter trafen sich am 21./22. Jan. 2011 erstmals Lehrbeauftragtenvertreter von 19 der 26 deutschen Musikhochschulen und von universitären Musikausbildungsstätten in der Musikhochschule Frankfurt, um sich über die rechtliche und finanzielle Situation der Lehrbeauftragten auszutauschen und Maßnahmen zu deren Verbesserung zu beraten.

Seitens des Deutschen Tonkünstlerverbandes (DTKV) nahm auf Einladung der Lehrbeauftragten dessen Vizepräsident Dr. Dirk Hewig teil. Vertreten war ferner die Deutsche Orchestervereinigung (stv. Geschäftsführer Bausdorf) und die GEW (Frau Ludwig).

Zu Beginn des Treffens begrüßte der Präsident der Musikhochschule Frankfurt, Herr Rietschel die Teilnehmer. Er äußerte Verständnis für die unbefriedigende Situation der Lehrbeauftragten, wies aber gleichzeitig auf die schwierige finanzielle Lage der Musikhochschulen hin, die ohne zusätzliche Mittel der Landesregierungen grundlegende Verbesserungen für die Lehrbeauftragten nicht zulasse.
 Dr. Hewig überbrachte die Grüße des Präsidenten des Deutschen Musikrats (DMR) Prof. Krüger und die damit verbundene Zusicherung, sich weiterhin der Anliegen der Lehrbeauftragten anzunehmen.
In seinem Referat legte Dr. Hewig die  Bemühungen des DTKV  zur Verbesserung der Lage der Lehrbeauftragten dar. Er begrüßte nachdrücklich die Initiative der Lehrbeauftragten und zeigte Lösungsmöglichkeiten für eine Verbesserung und Schritte zu deren Realisierung auf. Dr. Hewig sicherte den Lehrbeauftragten die Unterstützung durch den DTKV und durch dessen Vertreter im Deutschen Musikrat zu. Die Vertreter der GEW und der DOV zeigten Organisation, Aktivitäten und Ziele ihrer Gewerkschaften auf und deren Möglichkeiten, die Lehrbeauftragten zu unterstützen.
Nach ausführlicher Diskussion der zum Teil sehr unterschiedlichen Situation in den verschiedenen Ländern und Hochschulen einigten sich die Lehrbeauftragtenvertreter auf eine Resolution, in der die primären Forderungen an die Hochschulleitungen und die politischen Entscheidungsträger niedergelegt sind. Deren Verwirklichung soll gemeinsam mit dem DMR, dem DTKV, der DOV und der GEW u.a.  angestrebt werden. Die Lehrbeauftragten einigten sich ferner darauf, ihren Aktivitäten einen institutionellen Rahmen zugeben. Die unter dem Namen „Bundeskonferenz Lehrbeauftragte an Musikhochschulen BKLM)“ zusammenwirkenden Lehrbeauftragten werden sich in unregelmäßigen Zeitabständen treffen. Gewählt wurden 2 Sprecher (Frau Wentz –Frankfurt und Herr Immer –Köln, ferner 4 stellvertretende Sprecher (Frau Schlüter – Frankfurt, Frau Höfer – Freiburg, Frau  Theill –Berlin und Rostock und Herr Hermann –München). Diese sollen die Vertretung der BKLM nach außen  und die Federführung für weitere Aktivitäten übernehmen.
Der DTKV wird sein Internetforum für Lehrbeauftragte weiter zur Verfügung stellen und benutzerfreundlich ausbauen, ferner die Vernetzung zum Deutschen Musikrat übernehmen.
Es ist zu begrüßen, dass die Lehrbeauftragtenvertreter trotz unterschiedlicher Situation an den Hochschulen sich auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt haben und dafür einen organisatorischen Rahmen vereinbart haben. Bleibt zu hoffen, dass dies ein erster Schritt für eine dringend notwendige Verbesserung der unhaltbaren Situation der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen und in der Musikausbildung an Universitäten ist.

Hier kann das vollständige Referat von Dr. Dirk Hewig eingesehen werden

Zum Seitenanfang
Die Website dtkv.net kann für Ihren Komfort Cookies verwenden. Sind Sie damit einverstanden?
Ich möchte weitere Informationen. Ja, ich bin damit 30 Tage einverstanden. Bitte keine Cookies verwenden.