Präsidium bestätigt und vergrößert

Beschlussfassung zu politischen, Berufsstands- und innerverbandlichen Themen

Die ordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Tonkünstlerverbandes Landesverband Brandenburg e.V. bestätigte bei der turnusmäßigen Neuwahl des Präsidiums einstimmig die bisherigen Präsidiumsmitglieder, Anno Blissenbach (Präsident), Andrea Conrad (Vizepräsidentin), Gisbert Näther (Schatzmeister). Das bisher nur dreiköpfig besetzte Präsidium wurde um einen weiteren Vizepräsidenten, zu dem Andreas Bertheau einstimmig gewählt wurde, ergänzt.

 2009-12-15-neugewähltes-Präsidium-DTKV-Brandenburg

v.l.n.r.: Gisbert Näther, Andrea Conrad, Anno Blissenbach, Andreas Bertheau

(Foto: Aurel Botoi, Bildbearbeitung Gunnar Conrad)

DTKV-Brandenburg fordert Mandatsverzicht von Stasi-belastetem Kulturpolitiker

einstimmiger Beschluss der Mitgliederversammlung

Klar Farbe bekannt hat der Deutsche Tonkünstlerverband Landesverband Brandenburg e.V. per einstimmigem Beschluss seiner ordentlichen Mitgliederversammlung: Eine Zusammenarbeit mit Stasi-belasteten Politikern kommt für ihn als Berufsverband der Musikberufe nicht in Betracht. Hintergrund des Beschlusses ist die nach Bildung der neuen rot-roten Landesregierung aufgeflammte öffentliche Diskussion bezüglich mutmaßlicher Stasi-Mitarbeit verschiedener Amts- bzw. Mandatsträger der Brandenburger Landtagsfraktion der Partei DIE LINKE. Insbesondere geht es dabei um den kulturpolitischen Sprecher der DIE LINKE -Fraktion.
Jedoch ebenso klar hat sich der DTKV-Brandenburg zum rechtsstaatlichen Prinzip der Unschuldsvermutung bekannt und somit jeder Vorverurteilung eine Absage erteilt.

Hier der Beschluss im Wortlaut:

Bundesregierung bekennt sich zum Künstlersozialversicherungsgesetz

KSK-Vorsitzende sagt: „AV wird kommen"

Einrichtung eines Kompetenz-Zentrums

von Anno Blissenbach - Bei der 6. Jahrestagung Kultur- und Kreativ-Wirtschaft in Berlin am 11. und 12. November 2009 wurde erneut deutlich, dass dieser Wirtschaftszweig nicht nur immer bedeutender wird, sondern ihm zunehmend eine Motor-Funktion für die Zukunft der deutschen Wirtschaft zukommt. Dies gilt insbesondere für die Zeit in und nach der Finanzkrise. Derzeit verzeichnet die Kultur- und Kreativ-Wirtschaft Deutschlands einen Umsatz von 132 Mrd. €, der von 238.000 Unternehmen und ca. 1 Million Erwerbstätigen, von denen 28 % Selbstständige sind, erbracht wird. Abgesehen von ganz wenigen internationalen majors, handelt es sich ausschliesslich um mittelständische Unternehmen, von denen ein Großteil Mikro-Unternehmen sind – bis hin zum Einpersonen-Betrieb. Die im DTKV organisierten Musikschaffenden gehören weit überwiegend dieser Branche an.

 Hans-Joachim Otto, MdB - © DBT      

Hauptredner des Kongresses war Hans-Joachim Otto, MdB, (FDP). Der bisherige Vorsitzende des Bundestagsausschusses Kultur u. Medien ist in der neuen schwarz-gelben Koalition zum Parlamentarischen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium aufgestiegen. Er betonte, er könne sich in seinem neuen Amt noch konkreter für die Kultur- und Kreativ-Wirtschaft einsetzen, da diese nicht im Kultur- sondern im Wirtschaftsministerium angesiedelt sei; diese Möglichkeit werde er nutzen. Noch nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik, so Otto, habe ein Koalitionsvertrag mehr Konkretes für die Kultur- und Kreativ-Wirtschaft enthalten. Die neue Koalition sei sich einig, dass Finanzierung von Kultur nicht „Subvention" sondern „Investition" sei, was auch Sprachgebrauch der Kanzlerin sei.


 

Nachdrücklich betonte Otto, die schwarz-gelbe Bundesregierung bekenne sich voll zum Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG). Er begrüßte es, dass die politischen Angriffe gegen die Künstlersozialkasse (KSK) des Jahres 2008 erfolglos geblieben sind und der Bundesrat den diesbezüglichen Antrag abgelehnt hat. Mit dem Gewicht des Staatssekretärs verwies er darauf, dass es Ziel der neuen Bundesregierung sei, über die jüngste Reform hinaus die Künstlersozialversicherung noch weiter zu stärken.

Hochkarätiges Forum konstituiert

"Potsdamer  Tage  der  Neuen  Musik  für  Kinder"   mit innovativer  Kraft

Am 15.07.2009 fand in Rheinsberg die konstituierende Sitzung des "Forums" statt, welches die dauerhafte Etablierung der "Potsdamer Tage der Neuen Musik für Kinder" zum Ziel hat. Das "Forum" war vom Landesmusikrat Brandenburg e.V. - in dessen Präsidium der DTKV-Brandenburg personell vertreten ist - per Beschluss der Mitgliederversammlung ins Leben gerufen worden.
Dem Forum gehören an: Dr. Hinrich Enderlein (Kultur-Minister des Landes Brandenburg a.D.), GMD Michael Helmrath (Generalmusikdirektor Brandenburger Symphoniker), Prof. Siegfried Matthus (Künstlerischer Leiter Kammeroper Schloss Rheinsberg), sowie als Initiatorin des Festivals und Vertreterin des Trägers/Veranstalters: Andrea Conrad (Künstlerische Leiterin "Potsdamer Tage der Neuen Musik für Kinder") und als Vertreter des mitveranstaltenden DTKV-Brandenburg: Anno Blissenbach (Präsident DTKV-Landesverband Brandenburg e.V.)
Durch die Einbindung dieser Forumsmitglieder sowie weiterer Persönlichkeiten, wie z.B. Michael Schindhelm (Kulturdirektor Dubai Culture and Arts Authority - ehemals Generaldirektor Stiftung Oper in Berlin), soll der Boden bereitet werden für eine öffentliche Wahrnehmung und Promotion, welche der hohen innovativen, künstlerischen und kulturpolitischen Bedeutung des Festivals gerecht wird.
 
v.l.n.r.: Prof. Siegfried Matthus, Anno Blissenbach,
GMD Michael Helmrath, Andrea Conrad, Dr. Hinrich Enderlein         (Foto:  Kai Kunze)

Zur DTKV-Länderkonferenz in Wildbad Kreuth

Bei der diesjährigen Länderkonferenz des Deutschen Tonkünstlerverbandes e.V. (DTKV) in Wildbad Kreuth vom 14. bis 16. November trafen sich wie jedes Jahr Präsidium und die Vorsitzenden der Landesverbände zum Gespräch und gegenseitigen Austausch über bundesweit wichtige Themen. Eingebettet war die Konferenz wieder in ein Kooperationsseminar der Hanns-Seidel-Stiftung. Im Vordergrund standen diesmal der Bericht der Enquetekommission „Kultur in Deutschland“ und die in der Entstehung befindliche KSK-Ausgleichsvereinigung.

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