Berlin - red. - Der DTKV stellt seinen Mitgliedern ein Unterrichtsvertragsmuster zur Verfügung. Vielfach erreichen uns nun die Anfragen, ob der Vertrag bei reinem online-Unterricht weiter seine Gültigkeit behält. Nach Aussage unseres Justiziars Hans-Jürgen Werner ist der Vertrag nicht nichtig, sondern es gibt nur eine Abweichung hinsichtlich Örtlichkeit und evtl. Uhrzeit des Unterrichts. Hier kann eine - auch mündliche - Vertragsanpassung Abhilfe schaffen.

Zwei übereinstimmende Willenserklärungen des Vertraggebers und des Vertragnehmers, hinsichtlich des Unterrichtsortes "Online" zu dem und dem Zeitpunkt heilen den Vertrag. 

Ob Einzelunterricht in den einzelnen Bundesländern inzwischen behördlich wieder erlaubt ist, dazu können am besten die örtlichen Gesundheitsämter Auskunft erteilen, oder wenden sie sich an ihren DTKV-Landesverband.

Suche des zuständigen Gesundheitsamtes nach Postleitzahlen: https://tools.rki.de/PLZTool/?q=94036

DTKV-Landesverbände

Ekkehard Hessenbruch, Vizepräsident DTKV, äußert sich zur angespannten Situation der Musikpädagog*innen: "Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass eine staatliche Entschädigung oder Hilfe, egal von wo sie kommt, immer nur einen Teil dessen ersetzen wird, was unseren freiberuflichen Mitgliedern an Einkünften entgeht, wenn sie jetzt nicht unternehmerisch aktiv werden. Und es ist vor allem ein Gebot der pädagogischen Verantwortung, den Kindern und Jugendlichen gerade jetzt Perspektiven und Ziele zu geben. Deshalb raten wir unseren Miitgliedern, verschiedene Methoden zu entwickeln, um Schülerinnen und Schüler online in einen Workflow zu bringen, der das häusliche Üben vielleicht sogar noch intensiver werden lässt, indem man die Zeitintervalle des Online-Kontakts kürzer wählt und damit eine noch bessere Übe-Kontinuität erzeugt. Wichtig ist, dass die Familien uns jetzt als verlässliche Bildungspartner an ihrer Seite wissen. 

Viele Mitglieder sind in dieser Weise schon aktiv. Schön wäre es, wenn - vielleicht über unser Facebook-Profil https://www.facebook.com/Deutscher-Tonkünstlerverband-128195333871427/?ref=hl  ein Austausch zustande kommt, um best-practice-Beispiele und gemachte Erfahrungen zu kommunizieren.

Das Infektionsschutzgesetz sieht Entschädigungen vor. Über die Landrats-/Gesundheitsämter kann man auch als Selbständiger das Antragsformular wegen Verdienstausfällen herunterladen. Voraussetzung ist, dass man per Verordnung seinen Beruf nicht mehr ausüben darf, oder die Verdienstausfälle direkt der Krise zuordnen kann. Sobald Abmeldungen vom Unterricht erfolgen, sollten Eltern gebeten werden, dies als Begründung zum Ausdruck zu bringen, damit man bei Antragsstellung diesen Nachweis hat.
Der Vordruck heißt meist: Antrag auf Verdienstausfallentschädigung nach §§ 56 ff des Infektionsschutzgesetzes (IfSG).

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