Der DTKV stellt seinen Mitgliedern ein Empfehlungsschreiben zur Verfügung

München - Dirk Hewig - Nach dem Gesetz zum Bildungs- und Teilhabepaket haben Eltern, die Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld, Leistungen nach § 2 AsylbLG, Sozialhilfe, den Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen, für jedes Kind einen Rechtsanspruch auf einen Zuschuss für Mitmachen in Kultur, Sport und Freizeit (Altersbegrenzung bis 18 Jahre) in Höhe von monatlich 10 Euro. Diese 10 Euro pro Monat können u. a. für Musikunterricht eingesetzt werden. 

Durch die vorgesehenen 10 Euro kann sich das für den freien Musikpädagogen zu zahlende Honorar entsprechend verringern, wodurch sich für den bedürftigen Schüler evtl. überhaupt erst die Möglichkeit der Inanspruchnahme qualifizierten Musikunterrichts eröffnet. Mit den 10 Euro pro Monat können auch Angebote für Ensembleunterricht (Gruppenunterricht am Instrument, Elementare Musikpädagogik u.a.m.) bezahlt werden.

Voraussetzung für den Einsatz der Mittel für entsprechende Musikangebote ist, dass der Musikpädagoge/ die Musikschule oder der betreffende Musikverband in den Kreis der Leistungsanbieter einbezogen wird.

Die Bildungsgutscheine bekommen die Schüler (-Eltern) entweder auf Antrag beim Job-Center (bei Erhalt von Arbeitslosengeld II, Sozialgeld) oder von der zuständigen Stelle der Landkreise oder kreisfreien Städte (bei Sozialhilfe, Leistungen nach dem AsylbLG, Wohngeld oder Kinderzuschlag), nachzufragen im Rathaus oder Bürgeramt. 

An die nämlichen Stellen wendet sich der Musikpädagoge/die Musikschule/das Musikinstitut, das in den Pool der Leistungsanbieter aufgenommen werden will. DTKV-Mitglieder erhalten auf Anfrage bei der Bundesgeschäftsstelle ein Empfehlungsschreiben des DTKV-Bundesverbandes. Dieses sollte der zuständigen Behörde vorgelegt werden.

Für die Leistungsabrechung und Kostenerstattung gibt es unterschiedliche Varianten. Nach einem vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit den kommunalen Spitzenorganisationen ausgehandelten Verfahren kann die Kommune zunächst die Kosten in Höhe von 10 Euro monatlich übernehmen, einen Gutschein an den Leistungsberechtigten ausstellen oder das Geld an die Anbieter u.a. von Musikunterricht überweisen.

Beispielsweise: der Schüler zahlt der Lehrkraft das normale Honorar minus 10 Euro, die der Musikpädagoge dann mit dem Gutschein von der Stadt bekommt. Das Honorar (also auch die Gutscheine) wird monatlich durch bezahlt wie bei Musikunterricht und Sportvereinen üblich. Die genaue Abwicklung erfährt man bei den genannten zuständigen Stellen der Landkreises und kreisfreien Städte.

Nutzen Sie diese Möglichkeit! Gerade im Rahmen von Gruppenunterricht eröffnen sich hier Chancen zur Teilhabe am Bildungspaket.


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