Geplante Verkürzungen durch Die Grünen / Die Linke werden heftig kritisiert

Berlin - red. - Am 23. Jan. 2012 fand ein Treffen der primär von Autoren/Urhebern und deren Verbänden getragenen „Initiative Urheberrecht“ in Berlin statt, bei dem der Deutsche Tonkünstlerverband durch seinen Vorsitzenden Dr. Dirk Hewig vertreten war. Dabei trugen je ein Vertreter der Linken, MdB Hallina Wawzyniak, und der Grünen, MdB Dr. Konstantin von Notz, die Vorstellung ihrer Parteien zur Anpassung des Urheberrechts an die Herausforderungen der digitalen Gesellschaft vor. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen Vorschläge der Grünen zur Verkürzung der Schutzfristen: 5 Jahre/20 Jahre nach Herausgabe eines Werkes, Begrenzung auf die Lebenszeit des Urhebers u.a.m, die von den Urhebern vehement abgelehnt wurden.
Der Deutsche Tonkünstlerverband setzt sich mit Nachdruck für die Erhaltung der derzeitigen Schutzfristen ein, da eine Verkürzung primär zwischengeschalteten Verwertern zugute käme und die wirtschaftliche Nutzung durch den Urheber schmälern würde. Dirk Hewig wies auf Schwierigkeiten hin, mit den Musikverlegern zu akzeptablen Vereinbarungen bezüglich legalem Noten kopieren zu kommen und regte die Entwicklung von Geschäftsmodellen für vergütungspflichtige Downloads u.a. von Noten an. Der Dialog über die künftige Ausgestaltung des Urheberrechts soll mit Vertretern der anderen im Bundestag vertretenen Parteien fortgesetzt werden.
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