Reform plant das Fach Musik im Schulunterricht weitestgehend zu beschneiden

München - Folgendes Schreiben hat der Präsident des DTKV, Dr. Dirk Hewig, an Mme Mady Delvaux-Stehres, Ministre de l'Éducation nationale et de la Formation professionnelle in Luxemburg in Bezug auf die dort geplante Schulreform gesendet:

Sehr geehrte Frau Ministerin,

aus Luxemburg erreichte uns die Nachricht, dass bei einer geplanten Reform der luxemburgischen Sekundarschulen das Fach Musik durch Einführung eines Kurssystems in Umfang und Bedeutung erheblich eingeschränkt werden soll mit der Folge, dass künftig eine qualifizierte musikalische Bildung und für besonders Begabte eine angemessene Vorbereitung auf das Musikhochschulstudium nicht mehr gewährleistet ist.

Der Deutsche Tonkünstlerverband, als dessen Präsident ich mich an Sie wende, ist eine Vereinigung des gesamten Spektrums der Musikberufe. Er hat ca. 7.500 Mitglieder (Komponisten, Interpreten, Musikpädagogen u.a.m.). Neben Wahrnehmung berufspolitischer Aufgaben ist eines seiner zentralen Anliegen die Förderung des Musiklebens, insbesondere der Musikbildung und -ausbildung. Die Tätigkeit des Deutschen Tonkünstlerverbandes erstreckt sich zwar primär auf Deutschland. Er engagiert sich auch dann, wenn in einem benachbarten Land, insbesondere in einem Land der EU, Veränderungen geplant sind, die zu einer Verschlechterung der musikalischen Bildung und Ausbildung führen können.

Ohne mich in die mir im Einzelnen nicht bekannten Regelungen und Pläne für die Reform der Schulausbildung in Luxemburg einmischen zu wollen, darf ich Sie dringend bitten, die geplante Reform so zu gestalten, dass der Musikunterricht in Umfang und Qualität nicht geschmälert wird, sondern seinen bisherigen Stellenwert in der schulischen Ausbildung beibehält.

In der Hoffnung, keine Fehlbitte getan zu haben,

verbleibe ich

mit vorzüglicher Hochachtung

Dr. Dirk Hewig

Präsident DTKV e.V. 

 

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