Präambel zur Neufassung der Satzung

des DEUTSCHEN TOBKÜNSTLERVERBANDES e. V. (DTKV), verabschiedet von der DTKV-Bundesdelegiertenversammlung 2006 am 11. März 2006 in Hamburg
(Stand: 01. Februar 2008)

1844: Gründung: "Berliner Tonkünstlerverein (BTV)"
Erster Tonkünstler Berufsverband auf deutschem Boden.

Gründungsmitglieder:

  • Universitätsprofessor Bernhard Adolf Marx (ab 1848 Vorsitzender)
  • Flodoard Geyer, Student
  • Theodor Kullak, Pianist
  • Dr. Franz Commer, Custos der Musikabteilung der Kgl. Bibliothek
  • Dr. Otto Lange, Musikkritiker der Vossischen Zeitung.

Aktivitäten:

  • musikalisch-praktische und theoretische Vorträge
  • Einrichtung einer Bibliothek
  • Gründung eines Orchesters durch Kapellmeister Friedrich Wilhelm Wieprecht
    (Kern der späteren "Euterpe", somit Keimzelle der Berliner Philharmoniker.)

1847: "Neue Berliner Musikzeitung"

herausgegeben von Dr. Gustav Bock, Vorstandsmitglied des BTV und Gründer des Verlagshauses Bote & Bock.

Nach diesem Beginn entstehen in rascher Folge weitere vergleichbare Tonkünstlervereine in München, Köln, Leipzig, Dresden und Hamburg.
Das Wirken und die Bestrebungen dieser ersten Tonkünstler-Vereine unterscheiden sich im Grundsätzlichen nicht von den Forderungen und Zielen heutiger Verbandssatzungen.

1848/49: Erste Tonkünstlerversammlungen in Leipzig

Gründung des "Sternschen Konservatoriums" in Berlin durch Prof. Bernhard, Adolf Marx, Theodor Kullak und Julius Stern.

1861: Gründung: "Allgemeiner Deutscher Musikverein"

durch Franz Liszt und Dr. Franz Brendel
(Nachfolger Robert Schumanns in der Schriftleitung der "Neuen Zeitschrift für Musik").

Ziele:
1. Pflege und Förderung des deutschen Musiklebens im Sinne einer fortschreitenden Entwicklung.
2. Wahrung und Förderung der Standes- und Berufsinteressen.
3. Unterstützung bedürftiger Tonkünstler und ihrer Hinterbliebenen.

1861: 1. Tonkünstlerfest in Weimar

1864: 2. Tonkünstlerfest in Karlsruhe, gefolgt von entsprechenden Veranstaltungen in Dessau (1865) und Meiningen (1867),

1874: Zusammenschluss der vier Tonkünstlervereine Berlin, Hamburg, Leipzig und München zum "Verband Deutscher Tonkünstlervereine".

1902 Herausgabe der verbandseigenen Zeitschrift "Deutsche Tonkünstlerzeitung", initiiert durch Adolf Göttmann.

1903: Gründung (Berlin):
"Zentralverband Deutscher Tonkünstler", angeregt durch den BTV und
"1. Allgemeiner Deutscher Tonkünstler- und Musiker-Delegiertentag" in Berlin.

1920: Beitritt des 1903 gegründeten "Musikpädagogischen Verbandes" zum Zentralverband deutscher Tonkünstler.

1922: Gründung (Berlin): "Reichsverband Deutscher Tonkünstler und Musiklehrer" (RDTM); 10 Landesverbände und 10 Provinzialverbände,
für den RDTM in vielfacher Hinsicht Beginn der "Goldenen Zwanziger Jahre".

1933: Liquidation des RDTM und Eingliederung in die Reichsmusikkammer

1945: Bereits unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges: in einzelnen Bundesländern erneuter Zusammenschluss ausübender Musiker und Musikpädagogen zu Tonkünstlerverbänden, vorab in Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.

1951: Gründung: "Vereinigung der Landesverbände Deutscher Tonkünstler und Musiklehrer" (VLDTM)
Angestrebt: Förderung des Musiklebens in gesamtdeutschem Rahmen..

1955: 1. Gesamtdeutsches Musikfest in Weimar

1956: 2. Gesamtdeutsches Musikfest in Coburg

1963: Beginn der jährlichen Auslobung des Wettbewerbs "Jugend musiziert"

1964: Gründung (Berlin): "Verband Deutscher Musikerzieher und konzertierender Künstler" (VDMK); 3 Spartenvertreter (für Freiberufler, Angestellte u. Beamte), Landesverbände auf dem Gebiet der BRD.

1980: Einrichtung des Manuskript-Archivs zur Förderung schöpferisch tätiger Verbandsmitglieder und deren unveröffentlichter Werke.

1986: Insgesamt 4 "Tonkünstlerfeste" in Baden-Württemberg mit bis zu 399 Konzerten

bis 1996: pro Tonkünstlerfest. Initiator u. Träger: Landesmusikrat BW.

1991 Nach der politischen Wende in Deutschland Gründung (Weimar): 5-Länderverband als Ausgangspunkt zur Gründung von Landesverbänden in allen Neuen Bundesländern.

1993: Umwandlung des VDMK in "Deutscher Tonkünstler Verband e. V." (DTKV), als Dachverband mit seit 1996 insgesamt 16 DTKV-Landesverbänden.
Zusammenschluss (Magdeburg) der Tonkünstlerlandesverbände Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein zur Interessengemeinschaft Musik.

1996: Abschluss der Gründung von DTKV-Landesverbänden in den Neuen Bundesländern.

1997: "Deutsches Musikfestival" des Deutschen Tonkünstlerverbandes e. V. mit nahezu 100 Veranstaltungen in DTKV-Landesverbänden.

Zum Seitenanfang
Die Website dtkv.net kann für Ihren Komfort Cookies verwenden. Sind Sie damit einverstanden?
Ich möchte weitere Informationen. Ja, ich bin damit 30 Tage einverstanden. Bitte keine Cookies verwenden.